Dienstag, 2. Februar 2016

Ignoranz ist unsere Stärke

 
Offizielles Motto des Großen Bruders, George Orwell, 1984
 
 
WAHRHEIT IST LÜGE
GESETZ IST UNRECHT
IGNORANZ IST STÄRKE.
 
Inoffizielles Motto der Justiz, Österreich, 2016


Zur Vorgeschichte siehe 10. Juni 2015
An das Landesverwaltungsgericht Wien

Sehr geehrte Frau Doktora, Euer Ehrin,

leider muss ich feststellen, dass Sie nicht nur, ebenso wie bislang Ihre untergeordneten Stellen, meine Fragen, sondern auch die von mir gegen erstere eingebrachte Strafanzeige wegen § 302 StGB (Missbrauch der Amtsgewalt) ignorierten. Daher lassen Sie mir leider keine andere Wahl, als Sie im Sinne der Rechtstaatlichkeit in letztere einzuschließen. Ich ersuche Sie daher mit Frist von zwei Wochen um Mitteilung der Zuständigkeit für Strafanzeigen gegen Verwaltungsrichter und -innen.

Ich darf Sie auch dahingehend informieren, dass ich an einem Buch über Behördenwillkür und Amtsmissbrauch arbeite, und unsere Unterhaltung samt Anhang bereits ein spannendes Kapitel darin füllt. Es geht um eine Behörde, die ein Jahr lang zu faul ist, einen kleinen Aufkleber auf einem Straßenschild entfernen zu lassen, zu frech, da ihr dieser Aufkleber zur Bürgerabzocke dienlich ist, und zu feige, auf diesbezügliche Vorwürfe zu antworten.

Frech, faul und feige – die Wiener Verwaltung. Ich gelange im Schreiben immer mehr zur Überzeugung, dass Städte und Staaten, die offiziell von der Mafia regiert werden, durchaus besser verwaltet werden können als solche, die inoffiziell von einer Mafia regiert werden. Gott sei Dank ist davon auszugehen, dass vom verlogenen Straßenpolizisten bis hin zum nun zuständigen Staatsanwalt alle fleißig mitmachen, sonst wäre das Bild in der Öffentlichkeit kein gutes!

Zu Ihrem gesamtheitlichen Versagen als Diener des Staates kommt die Selbstabschaffung desselben, der nicht in der Lage beziehungsweise richtiger nicht willens ist, seine Grenzen vor der Landnahme durch Horden von halbwilden Orientalen und Afrikanern zu schützen, deren Weg durch Brandschatzung, Plünderung und Vergewaltigung gekennzeichnet ist. Aber wie sollte er auch, sind seine Diener doch nicht einmal fähig, einen Aufkleber von einer dessentwegen schwer lesbaren Verkehrstafel entfernen zu lassen.

Mit der sozialen Intelligenz eines Ticketautomaten fordern diese dafür auch noch Geld: "Sie sind schuldig! Sie müssen bezahlen!" – "Wieso entfernen Sie den Aufkleber nicht?" "Sie sind schuldig! Sie müssen bezahlen!" – "Wieso lügt die Polizei uns Bürger an?" "Sie sind schuldig! Sie müssen bezahlen!" – "Wieso entstellen Sie den Sachverhalt?" "Sie sind schuldig! Sie müssen bezahlen!" "Wieso beantworten Sie keine Fragen?" "Sie sind schuldig! Sie müssen bezahlen!" ...

Kurz: Ihre Schreiben lesen sich wie das Drehbuch für einen Film der Kategorie C über feindliche Außerirdische. Es drängt sich die Frage auf, ob Ihnen die staatliche Obhut erst im Berufsleben so zugesetzt hat, oder schon in jungen Jahren.

Sie haben so befremdlich das auch klingen mag tatsächlich noch die Macht, mir ein paar unverdiente Euro abzunehmen und bereits dieses kleine Bisschen Macht überfordert Ihre Verfasstheit, denn das Recht dazu haben Sie nicht. Dabei geht es keineswegs um meine Strafe, sondern um Ihre. Sagen Sie mir, falls Sie selbst einen guten Grund dafür wissen, was ich bezweifeln möchte: Warum sollte irgendeiner der Wenigen, die in diesem Lande noch einigermaßen bei Trost sind, Sie noch im Ansatz ernst nehmen?
 
Andere müssten sämtliche Spiegel abhängen, weil sie sich selbst nicht mehr in die Augen blicken könnten, doch Sie sind sicherlich überzeugt von Ihrem Tun und sicher noch mehr von Ihrem Lassen. Ich gehe daher davon aus, dass Sie mit der Nennung Ihres Namens im Rahmen meines Buches einverstanden sind. Es heißt Worte als Waffe – Selbstverteidigung gegen den Staat und andere Feinde.

Ich kann Ihnen bei Erscheinen gerne ein Exemplar zur Seite legen.

MfG!

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