Montag, 16. März 2015

Meldedaten falsch? Einfach umziehen!

Mittlerweile ist es Mitte März.

Wie man sich vielleicht erinnert, versuche ich seit etwa drei Wochen erfolglos, vom Magistrat Linz eine sogenannte Privathaushaltsbestätigung zu erhalten. Zuletzt war die Ausstellung dieses Formulars am Umstand gescheitert, dass sich „im System“ kein Eintrag fand, aus dem hervorging, dass sich die Tür meines Hauses im Erdgeschoß befindet. Damit ist ja schließlich auch nicht zu rechnen.

Ich möge mich doch bitte zum Magistrat ans andere Ende der Stadt begeben, um dem Übelstand abzuhelfen.
 
Nachdem ich eine bittersüße Mail an das Magistrat gesandt hatte mit dem höflichen Ansuchen, meine Meldedaten dergestalt einzutragen, dass „das System“ einen Zettel mit meiner Adresse ausdrucken könne, und zwar bevorzugt vor Vollendung des zehnten Jahres meiner Wohnhaft an selbiger, und dass eine persönliche Vorsprache in dieser Sache prinzipiell nicht möglich sei, erhielt ich tatsächlich schon letzten Freitag die Nachricht, dass die Ummeldung nun erfolgt sei – aber selbstverständlich nur ausnahmsweise!

Frohgemut spazierte ich neuerlich mit dem Formular der Landesregierung zum Bürgerservice zwei Häuser weiter. Aus Krankheitsgründen, stand an der Tür zu lesen, sei das Bürgerservice seit Mitte November und bis auf weiteres Freitags geschlossen.

Nun, heute fand ich mich erneut beim Bürgerservice ein. Sage ich zu der Dame: „Ich entnehme der fehlenden Beschilderung, dass der Trimester-Krankenstand beendet ist. Beste Glückwünsche zur Genesung!“ Sagt sie: „Freitags bleibt trotzdem geschlossen!“

Doch dann druckte sie mir anstandslos ein Formular aus - ich konnte es kaum fassen. Dann folgte die Worte: „So, bitte, Herr Rudolf Rentier, Nordpolstraße 20, Erdgeschoß.“ Sage ich: „29.“ Sie schaut mich fragend an. Sage ich: „Ich wohne in Nordpolstraße 29, nicht 20!“

Daraufhin meint sie, ja, da müsse ich wohl umziehen!

Zuvor solle ich aber bitte auf’s Magistrat gehen und im Übrigen bekomme sie bitte zwei Euro zehn.

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