Mittwoch, 18. Juni 2014

Was einem alles so passieren kann ...

Was passieren kann, wenn einem beim Einparken ein Pensionist ohne zu schauen ins Auto läuft, erfährt der geneigte Leser im Folgenden. Was man da alles so erlebt, lässt sich kaum in kurze Worte fassen - daher wir dem Leser ein gewisses Maß an Ausdauer abverlangt. Doch dieses macht sich bezahlt.

Obwohl das Verfahren eingestellt wurde und trotz all meiner Schreiben, dass es sich um offenkundigen Versicherungsbetrug handle, bezahlte meine Versicherung (VAV), ohne mich auch nur nachträglich zu informieren, € 3.800,- an die Gegenseite. Dadurch geriet ich von Bonusstufe -2 auf 0, wogegen kein Rechtsmittel zulässig ist. Also das heißt, es gibt nicht einmal eines. Man kann in einem solchen Fall das Versicherungsunternehmen als Privatperson klagen - ein schlechter Scherz. 

Es stellte sich also heraus, dass meine Versicherung die Interessensvertretung der Unfallverursacher war, und mein Maklerbüro (Schättle) die Interessensvertretung der Versicherung gegen mich, und ich hatte beide dafür bezahlt, mir anlässlich des ersten Ernstfalls in den Rücken zu fallen. 


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Stellungnahme zu XYZ

Zur Veröffentlichung bestimmt

Sehr geehrte Frau Dr. Lenz,

vorab möchte ich sagen, dass es mir leid tut, dass Herr Binder an Multipler Sklerose erkrankt ist. Allerdings muss ich mich gleichzeitig fragen, auf welcher rechtlichen Basis die Justiz ärztliche Geheimnisse weiterleitet, sofern diese in der Sache nicht relevant sind. In der kann darauf natürlich nicht eingegangen werden.

Und in dieser ist zunächst anzumerken, dass wir hier von einer Schürfwunde und einem Bluterguss jeweils in der Einzahl sprechen. Die Schürfwunde wurde vom Gutachter wörtlich als Bagatellverletzung qualifiziert, und vom Bluterguss ist nicht einmal feststellbar, ob er überhaupt etwas mit dem Unfall zu tun hatte. Dies und nichts anderes ist die Schlussfolgerung eines Konvolutes, das sich zunächst liest wie die Gesamtbilanz der Schlacht im Teutoburger Wald.

Die Binders scheinen vom Pech verfolgt. Fällt Frau Binder doch glatt auf einen Christbaum, der den Sturz abfedert, und zieht sich dabei dennoch eine Prellung des Brustkorbes zu. Der Arzt sieht zwar nichts davon, aber Hauptsache, ein martialische Bandage rundherum. Das ist gut für's Geld von der Versicherung. Schlimmer erging es Herrn Binder: zieht sich doch glatt an einem Weihnachtsbaum eine Schädelprellung zu, ohne dabei den Hut abzunehmen. Ach, ich vergaß: Verantwortlich für die Schädelprellung war der Weihnachtsmann. Und der ist ja bekanntlich unsichtbar, doch dazu unten mehr.

Sollte nicht schon dies unser Misstrauen in höchstem Maße wecken, ist der Rest des Aktes, wie bereits mitgeteilt, eine Anhäufung von Unmöglichkeiten, nachweislich falschen Aussagen und offenen Widersprüchen. Zusammengehalten wird das ganze von einem alle Schriftstücke durchziehenden, offen zur Schau getragenen Unwillen zur Kenntnisnahme einfacher ursächlicher Zusammenhänge.

Nein, ein Verletzungskomplex kann nicht unproblematisch einem rechtsseitig betonten Sturz zugerechnet werden, wenn der Betroffene rechtsseitig unterstützend eingehängt war. Und nein, die Einparkhilfe warnt ab einer Entfernung von 1,70 – außer man tapst direkt hinter das Auto, denn laut ärztlichem Gutachten hat Herr Binder einen tapsigen Gang bei gut verteiltem Übergewicht. Die Ärzte müssen schließlich auch von etwas leben.

Tapst man also direkt hinter ein rückwärts einparkendes Auto, dann ist es zu spät, da ein Auto einen Bremsweg hat. Und nein, die Unfallverursacher lagen nach dem Unfall nicht hinter meinem Auto, sondern seitlich hinter meinem Auto. Das ist ein kleiner, aber wesentlicher Unterschied, weil es einen kleinen, aber wesentlichen Unterschied macht, ob man mit dem Auto am Gehweg einen Pensionisten überfährt oder ob der Pensionist vom Punschstandl kommend aus einem Tor auf die Straße tapst.

Bei € 120,- Stundensatz wäre Lesen doch eine hilfreiche Qualifikation für einen Gutachter. Es fällt mir offen gestanden ausgesprochen schwer, darauf überhaupt noch zu antworten. Beginnen wir also mit dem Einfachen.

Wir alle haben in der Volksschule gelernt, dass auf der Fahrbahn Autos fahren, und dass man, bevor man eine Fahrbahn betritt, links und rechts schauen sollte. Tut man das nicht, besteht die Gefahr, von einem Auto erfasst zu werden. Also nicht ich habe jemanden übersehen, sondern mein Fahrzeug wurde übersehen.

Herr Binder begab sich also unter Unterschreitung des Bremsweges auf die Fahrbahn. Die Fragen lauten: Hat er oder hat er nicht beim Betreten der Fahrbahn nach links geschaut? Hat er den Rückfahrscheinwerfer meines PKW gesehen oder hat er ihn übersehen? Offenkundig letzteres, denn sonst hätte er ersteres unterlassen.

Und das ist aus gutem Grund nicht erlaubt. Denn wenn die Fahrbahn betritt, ohne nach links und rechts zu schauen, dann führt das mitunter zu einem Unfall. Es ist erstaunlich, dass man diese frühkindliche Erkenntnis wahlberechtigten Personen so ausführlich erläutern muss.

Doch ich denke, man kann mir allgemein so weit folgen. Falls nicht, hier noch einmal etwas allgemeiner formuliert: Wenn es zu einem Unfall kommt, weil sich einer nicht an die Verkehrsregeln gehalten hat, dann ist nicht der schuld, der sich an die Regeln gehalten hat, sondern der, der sich nicht an die Regeln gehalten hat. Ich hoffe doch sehr stark auf Konsens in diesem Punkt.

Ich habe mich an die Verkehrsregeln gehalten, die Unfallverursacher nicht, daher kam es zum Unfall. Punkt. Dafür, dass dank meiner Um- und Vorsicht dennoch nicht mehr passiert ist, sollten sich die Unfallverursacher eigentlich bei mir bedanken, was sie bislang unterlassen haben. Aber ich bin da nicht sehr empfindlich.

Damit könnte dieser Akt von mir aus zu den anderen wandern, wenn die Gesamtsituation nicht etwas verquer wäre. Denn seltsamerweise lesen sich die übermittelten Konvolute so, als ob ich derjenige wäre, der etwas falsch gemacht hätte. Allerdings wüsste ich nicht, was.

Und alle anderen wissen es offenkundig auch nicht.

Wie bereits umfassend ausgeführt, wurde im Strafantrag eine nebulös formulierte, nicht begründbare und erst recht nicht beweisbare Unterstellung über meine inneren Zustände erdichtet – eine Art psychologischer Ferndiagnose – selbstverständlich bar aller Evidenz. Damit nicht genug, widerspricht der Strafantrag ganz offenkundig den einfachsten Tatsachen.

Ich darf darauf hinweisen, dass wir uns hier nicht im Fernsehen befinden und Pensionisten nicht an sich unschuldig und Autofahrer nicht an sich schuldig sind. Da das allgemeine Vorurteil aber offenbar genau in diese Richtung geht, die Tatsachen dem aber widersprechen, wird die Sache – nun – etwas verdreht. Das lateinische Wort dafür lautet: pervertiert. Und da bin ich dann doch wieder empfindlich. Sehr sogar.

Denn dieser Umstand alleine wäre eigentlich Grund genug, die Kommunikation an dieser Stelle abzubrechen. Da ich außer kompromittierenden und zeitraubenden Lügen über meine Person keine Schädigung erlitten habe, drängt sich also die Frage auf, worüber wir hier eigentlich noch sprechen.

Man sollte es nicht für möglich halten, aber wir sprechen über: den Weihnachtsmann!                                                                                   

Herr Binder fiel nämlich auf einen Weihnachtsbaum aus Sperrholz. Er landete dabei jedoch auf einem Weihnachtsmann aus Sperrholz. Herr und Frau Binder fielen auf einen Christbaum und auf einen hölzernen Weihnachtsmann. Frau Binder fiel dabei auf einen Christbaum. Es erfolgte ein Sturz (nicht erinnerlich, ob allein oder zu zweit) in einen Christbaum. Es handelte sich dabei um einen einfachen Fichtenbaum. Der Standort des Weihnachtsmannes konnte nicht mehr geklärt werden.

Tja, typisch Weihnachtsmann, kann man dazu nur sagen. Auf den Fotos, die ich unmittelbar nach dem Unfall gemacht habe, ist er nämlich auch nirgends zu sehen. Ich möchte aber doch ersuchen, die Herrschaften darauf hinzuweisen, dass wir hier nicht bei der MA 2412 sind und sie sich vielleicht auf eine Version vom unsichtbaren Weihnachtsmann einigen sollten.

Der eigentlich interessante Punkt ist allerdings, wie so oft, der in Klammern: Ist der Sturz nun erinnerlich, oder ist er nicht erinnerlich? Und wenn nicht, woher kommen dann all die ausführlichen und widersprüchlichen Versionen davon? Darüber hätte ich dann doch gerne eine genaue Auskunft. Und zwar eine ganz genaue.

Die Unfallverursacher geben weiters an, sie hätten den für den Fußgängerverkehr vorgesehenen und durch Randsteine markierten Teil der Straße benutzt. Das ist seltsam, denn am Unfallort gibt es gar keine Randsteine. Oder reden wir von unterschiedlichen Unfallorten? Vielleicht sollten wir das vorher abklären?

Noch seltsamer ist allerdings, dass der für den Fußgängerverkehr vorgesehene Teil der Straße am Unfallort (also zumindest an dem, von dem ich rede) gemessene 90 cm breit ist. Das heißt, eigentlich ist nicht so sehr dies seltsam, als vielmehr der Umstand, dass Herr Binder mit seinem gut verteilten Übergewicht sowie seine keineswegs magersüchtige Gattin nebeneinander eingehängt angeblich auf diesen 90 cm Platz fanden. Und zwar samt Krückstock. Das würde ich doch gerne demonstriert haben, wie die Binders nebeneinander eingehängt auf drei Blatt A4 passen.

Ich meine, es passen ja auch 25 Personen in eine Telefonzelle. Also: Nein. Herr Binder befand sich auf der Fahrbahn, da der Gehweg am Unfallort für Herrn und Frau Binder nebeneinander zu schmal ist.  

Und da war doch noch etwas. Ach ja, der drei Meter hohe Weihnachtsbaum und dazu laut Gegenseite ein lebensgroße Weihnachtsmann, auf den oder die – je nach Version – die Unfallverursacher stürzten. Also, wenn diese nicht zu den Leuten zählen, die auf ein Hindernis zugehen, bis sie mit der Nase daran anstoßen, um dann darüber hinwegzuklettern, dann waren sie doch wohl eben im Begriff, dieses zu umgehen. Und dazu mussten sie auf die Fahrbahn.

Aber auf Papier passt bekanntlich sowieso einiges (, wie die staatlichen Organe auch in diesem Fall mit Nachdruck beweisen, Anm.). Denn auch ich bin, will man dem Inhalt glauben, ein wahrer Künstler meines Faches, dem Überfahren von Pensionistenehepaaren auf Gehwegen.

Obwohl sich Frau Binder am Gehsteig (eig. Gehweg, Anm.) nahe an der Hausmauer befand und ihren Gatten auf der Straßenseite unterstützend eingehängt hatte, und zwar angeblich beide dichter aneinandergedrängt als die Sardinen in der Dose, sagt sie, dass ich sie zuerst angefahren hätte. Mit einem knapp zwei Meter breiten Auto auf einem 90 cm breiten Gehweg. Hier hätte ich gerne eine umfassende Erläuterung, wie das möglich war. Und wie ich danach dennoch die Wagentür öffnen und am Gehweg nach hinten gehen konnte. Im Befund des Herrn Binder steht dann jedoch, dass er selbst angefahren wurde.

In den amtlichen Versionen, die schließlich auch irgendjemand erfunden haben muss, hätte ich hinwieder beide Unfallverursacher angefahren, was überhaupt unmöglich ist, da lediglich ein handflächengroßer Schmutzfleck ganz am Rand der Stoßstange abgewischt wurde (siehe Fotos). Statt E-Mail gibt es bei Gericht also immerhin die Stille Post.

Vielleicht einigen sich die Betreiber einfach einmal darauf, über wie viele Unfälle, die den Verursachern nicht erinnerlich sind und stattdessen von der Staatsanwaltschaft erfunden wurden, wir hier eigentlich sprechen.

Und in dem Ton geht es weiter. Frau Binder verspürte laut Gutachten einen Anstoß an der hinteren Kniekehle (ich kenne allerdings niemand mit einer vorderen Kniekehle), während Frau Pachinger eine Kollision an der Hüfte beobachtet haben will – eine Version, die an Unglaubwürdigkeit die anderen noch übertrifft, wie bei Zeugen üblich.

Wahrscheinlich bin ich mit dem Auto auf den Gehweg gehüpft, habe mich im Flug zwischen Herrn und Frau Binder gezwängt und letztere dabei so elegant touchiert, dass sie mir mit der Hüfte eine handflächengroße Stelle unten an der Stoßstange poliert hat.

Das ist einzeln wie auch summarisch alles derartig hochgradig pathologisch, dass man dazu beim besten Willen nur noch sagen kann: Finster war's der Mond schien helle, als ein Wagen blitzesschnelle langsam um die runde Ecke fuhr.

Doch die zirkusreife Nummer hatte Folgen: Frau Binder zog sich dabei einen Kratzer am Knie zu – die Spätfolge war ein weiterer Kratzer am anderen Knie. Der sprang am Weg vom Krankenhaus zur Hausärztin über, während sich eine Oberarmprellung dazugesellte, zu der nur leider die Befunde fehlen.  Wie gesagt: Langzeitfolgen ...

Abschließend darf ich zusammenfassend aus den klinischen Befunden der Unfallverursacher zitieren (ich hatte 6 Jahre Latein):

Klinische Befunde fehlen. Weder dem hausärztlichen Befund noch dem Erstbehandlungsbericht ist eine Schulterverletzung zu entnehmen. Der hausärztliche Befund ist nicht aussagekräftig … erhebliche Vorschäden … niedriges Verletzungsniveau … milde Schmerzsymptomatik … klinisch einfühlsame Gesundheitsschädigung ... kann als Bagatellverletzung gewertet werden.

Objektive Prellmarken waren nicht erkenntlich. Die Diagnose einer Halswirbelsäulenzerrung wurde rückblickend falsch gestellt. Kein Hinweis auf Hirnerschütterung … eine geringe Prellmarke am Kopf … die Schulter ist in ihrer Beweglichkeit uneingeschränkt … kein Hinweis auf frische Knochenverletzungen am Kopf, kein Hinweis auf frische Verletzungen an der Brust, keine Atembeschwerden, keine Lungenprobleme … großzügige Befundlücke … nicht weiterführend behandelt … eine Therapieerweiterung wurde nicht in Betracht gezogen.

Therapie: Ruhe, Salbe, Kopfwehtabletten.

Und: Der Befund kann nicht mit strafrechtlich notwendiger Sicherheit auf das Sturzereignis vom 30.11.2012 zurückgeführt werden.

Sehr geehrte Frau Dr. Lenz, ich möchte Sie dringend ersuchen, diesem Affentheater von der klinisch einfühlsamen Gesundheitsschädigung und vom juristisch einfühlsamen versuchten Versicherungsbetrug an dieser Stelle ein Ende zu bereiten, bevor es wirklich peinlich wird. Und das wird es, wenn wir an dieser Stelle weitermachen.

Aber nicht für mich.

Laut der gegnerischen Darstellung wäre ich über einen Bordstein gerumpelt, wäre dann am Gehsteig weitergefahren und hätte dort für volle 1,70 m das Alarmsignal meines Kollisionswarnsystems ignoriert, um einen Fichtenbaum und eine Holzfigur zu überfahren, wobei mir dummerweise ein unschuldiges Pensionistenehepaar in die Quere gekommen wäre. Und das alles als Ziviltechniker, auf Bonusstufe -2 und mit 0,00 Promille im Blut. Ungedopt.

Nicht böse sein: aber dieses Produkt mangelnder Denkfähigkeit lasse ich mir nicht anhängen.

Von der Aufforderung, die Gebührennote des Sachverständigen nicht zu bezahlen, hätte daher aus den genannten Gründen abgesehen werden können. Im Gegenteil wird die Gebührennote für vorliegendes Gutachten der Familie Binder mit 16 h à € 120,- = € 1.920,- in Rechnung gestellt und um Einbringung auf dem Amtsweg ersucht.

MfG,

Rudolf Rentier

Anhang

Rügen

Eine schwere Rüge ergeht an Frau Mühlbauer von der StA wegen der Außerachtlassung der in der juristischen Dingen gebotenen Sorgfalt und Aufmerksamkeit. Ihr Informationsstand war ausreichend, um die wesentlichen oben angeführten Widersprüche zu erkennen.

Eine weitere schwere Rüge ergeht an Frau Mühlbauer wegen der Missachtung meiner dementsprechenden Eingabe.

Eine Rüge ergeht an Herrn Dr. Lamprecht wegen der sachlich teilweise falschen Darstellung des Unfallgeschehens. Mildernd ist anzumerken, dass Herrn Dr. Lamprecht in seinem Fachbereich die offenkundigen Versuche des Versicherungsbetrugs der Familie Binder entsprechend zu würdigen wusste.

Eine Rüge ergeht an die aufnehmende Dienststelle, da sie es verabsäumt hat, den Alkoholspiegel der Unfallverursacher zu messen, die von einer Veranstaltung kamen, bei der öffentlich große Mengen Alkohol konsumiert wurden.

Eine weitere Rüge ergeht an die aufnehmende Dienststelle, da die Identität der Lenkerin des KFZ, das mit weit geöffneten Türen und eingeschalteter Warnblinkanlage im Halteverbot gegenüber geparkt war, durch das gesetzeswidrige Verstellen der Durchfahrt nicht ursächlich, jedoch maßgeblich zum Unfallgeschehen beigetragen hatte, nicht festgestellt wurde, obwohl diese Person nach Eintreffen der Polizei in ihrem Fehlverhalten fortfuhr.

Eine milde Rüge ergeht an die aufnehmende Dienststelle, da ein Beamter den Unfallort trotz zahlreicher anwesender PKW als Fußgängerzone bezeichnete, was ein bezeichnendes Licht auf die Arbeitsweise wirft.

Anzeigen

Eine Anzeige ergeht an Herrn Binder wegen achtlosen Betretens der Fahrbahn, wodurch er gegenständlichen Unfall verursacht hat.

Eine Anzeige ergeht an den Veranstalter der Weihnachtsfeier, der in verantwortungsloser Weise an besagter Engstelle auf dem Gehweg Tarnmaterial und lebensgroße Pappkameraden aufstellen ließ.

Eine Anzeige ergeht an die Lenkerin des im Halteverbot gegenüber abgestellten PKW.

Beschwerde

Sehr geehrte Frau Mühlbauer,

der von Ihnen erstellte Strafantrag hat mit der Realität nichts zu tun und ist als Fantasieprodukt zu bewerten.

Ich frage mich, ob Sie die Namen der Beteiligten einfach in einen fertigen Text eingefügt haben. Das Ganze geht so weit, dass Sie behaupten, mein Fahrzeug sei mit beiden Unfallverursachern kollidiert. Wie ist Ihnen denn das eingefallen? Ist Ihnen klar, was eine Einparkhilfe ist, wie sie funktioniert und warum ein Unfall, wie Sie ihn darstellen, gar nicht möglich ist (es sei denn, sie wollten mir Vorsatz unterstellen)? Verstehen Sie, wieso damit bewiesen ist, dass sich der Unfallverursacher unmittelbar hinter mein Auto begeben hat, und das offenbar ohne Linksblick, sodass ein Anhalten nicht mehr rechtzeitig möglich war? Haben Sie verstanden, warum sich der Unfallverursacher zum Zeitpunkt der Kollision nachweislich auf der Fahrbahn befand? Ist Ihnen bewusst, dass man niemanden übersehen kann, der noch gar nicht da ist?

Wie dem auch sei, denke ich, dass die Außerachtlassung der gebotenen Sorgfalt und Aufmerksamkeit weniger meines als vielmehr Ihr Problem ist. Ich gebe Ihnen jetzt eine Woche Zeit, die Sache in Ordnung zu bringen, danach werde ich den Fall mit Herrn Mag. Schobesberger und Herrn Dr. Schopper besprechen. Wenn Sie mir zu diesem Zweck bitte die Durchwahlen und Mail-Adressen der beiden durchgeben könnten. Und ich bin schon neugierig auf die Erklärung, wie man sich an einem Christbaum eine Schädelprellung zuziehen kann. 


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